O du Köstliche: So schlemmt es sich am Heiligabend in Europa

Nicht nur in Deutschland werden zu Weihnachten festliche Menüs aufgetischt: Es lohnt sich ein Blick über den buchstäblichen Tellerrand hinaus auf die Tafeln unserer europäischen Nachbarn.

In England gibt es kein Weihnachtsfest ohne den traditionellen Plumpudding oder Christmas Pudding: Der recht feste Pudding besteht aus Trockenfrüchten, Nüssen, Brotkrumen, Rindernieren- oder Pflanzenfett und Eiern, verfeinert mit Sirup und Gewürzen. Vor dem Servieren wird er mit Cognac oder Brandy übergossen und flambiert.

Bei unseren dänischen Nachbarn würden wir uns sofort zu Hause fühlen, schließlich kommen auch dort Gans oder Pute auf den Tisch. Der Nachtisch hat es in sich: Dem Mandel-Milchreis wird eine ganze Mandel untergemischt. Wer sie erwischt, bekommt ein Geschenk!

Die Franzosen genießen natürlich auch zu Weihnachten standesgemäß: Das Menü reicht von „Dinde aux Marons“ - einem mit Maronen garniertem Truthahn - über Austern, und Pasteten bis hin zum „Bûche de Noel“, dem traditionellem Buttercreme-Kuchen – Champagner inklusive, versteht sich.

Die Italiener halten sich am 24. Dezember zurück und setzen auf Fisch, häufig Aal, bevor am ersten Weihnachtstag kulinarisch in die Vollen gegriffen wird mit Gemüsesuppe, Lamm oder Huhn und Würstchen. Für die notwendige Verdauung sorgen Magenbitter (Amaro), Wallnuss- oder Zitronenlikör (Nocino oder Limoncello).

 In Spanien liebt man es zu Weihnachten vor allem süß: Neben Braten, Fisch oder Meeresfrüchten gehört vor allem der Turrón auf die Festtagstafel, ein traditionelles Dessert aus Mandeln, Honig, Zucker und Eiweiß.

In Polen kommt nicht etwa nur ein Drei-Gang Menü auf den Tisch, sondern gleich zwölf Gerichte, schließlich endet am Heiligabend die Fastenzeit. Und das wird mit der Rote-Bete Eintopf Suppe Barszcz, Karpfen, kleinen Teigtaschen (Uszka und Pierogi) und vielen weiteren Köstlichkeiten gefeiert.

Text: Katja Wegerich

In diesem Sinne: Genussvolle Weihnachten