Die Kegel-Termine 22. und 29. April fallen mangels Teilnehmer aus!

Unser Nachbarnetzwerk "Neustadt Nord" hat sich verselbständigt!

Seit dem 1.4.2019 wird das Netzwerk von einem fünfköpfigen ehrenamtlichen Gremium koordiniert, das sich nun um die Belange des Netzwerks kümmert. Das SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord ist eines von vielen Netzwerken, das nach dem Konzept der Stadt Köln und der Liga der Wohlfahrtsverbände nach einigen Jahren der hauptamtlichen Koordination nun die Organisation in die eigene Hand nimmt.

Alle Netzwerke der Stadt Köln: SeniorenNetzwerke

Neue Mailadresse Neustadt Nord: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


Ankündigung

©gerd-buckan.de 2019Der Sprecherrat bietet im Herbst einen Ausflug nach Bad Münstereifel an. Die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen auf 25 Personen begrenzt. Für weitere Anmeldungen wird eine Warteliste erstellt mit dem Angebot eines zusätzlichen Termins. Geplante Termine: Die., 24. September und Mi., 23. Oktober 2019 (anstelle des Frühstücks in diesen Monaten). Geplant ist u.a. eine Stadtführung und ein Treffen mit Seniorenvertretern, die über das Leben in einer „Outlet-Stadt“ berichten. Eine verbindliche Anmeldung kann beim Frühstück abgegeben werden.


 

April, April ...

Woher kommt der Brauch eigentlich, dass wir uns am 1. April gegenseitig veräppeln? Wo der Aprilscherz seinen Ursprung findet, darüber gibt es zwar keine gesicherte Erkenntnis, dafür aber umso zahlreichere Vermutungen.

Der früheste Verweis zu Albernheiten im April findet sich in den „Canterbury Tales“ (1392) von Geoffrey Chaucer. Aber erst ab dem 16. Jahrhundert beginnen sich Bräuche in Ländern zu manifestieren. In Italien und Frankreich werden seit dem 18. Jahrhundert „Aprilfische“ aus Papier an die Rücken von ahnungslosen Passanten geheftet, in Deutschland löst man Scherze seit dem späten 19. Jahrhundert mit „April, April“-Rufen auf, und in England darf man als traditionsbewusster Brite am 1. April nur bis mittags Scherze machen.

Aber warum ausgerechnet der 1. April? Das wechselhafte deutsche Wetter im April kann es nicht sein, schließlich gibt es den Aprilscherz nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika und Asien.

Vielleicht bezieht sich der Aprilscherz auch auf das Sprichwort: „jemanden von Pontius nach Pilatus zu schicken“. Dieser schlechte „Scherz“ bezieht sich auf das sinnlose Hin- und Herschicken einer Person von einer Instanz zur nächsten. Denn der 1. April 33 n. Chr. nach dem hebräischen Kalender soll ziemlich genau auf den Tag des Todes Jesu Christi fallen, als Pontius Pilatus die Hinrichtung von Jesus am Kreuz vollziehen ließ.

Im Reichstag zu Augsburg sollte für den 1. April 1530 ein besonderer Münztag festgelegt werden, um Ordnung ins Münzwesen zu bringen, und die Spekulanten wurden aktiv. Aber der Münztag fand nicht statt, und die Spekulanten wurden verspottet, so wurde der 1. April zum Narrenfeiertag.

Für Kaiser Augustus war der 1. April übrigens einer der schlimmsten Unglückstage, warum auch immer.

Die Redewendung „in den April schicken“ wurde 1618 in Bayern bezeugt. Eine der verbreitetsten Entstehungstheorien geht auf die Kalenderreform des französischen Königs Karl IX. zurück. Der verlegte den Neujahrstag 1564 vom 1. April auf den 1. Januar. Manche Witzbolde verschickten ihre Einladungen zu Feiern am Neujahrstag trotzdem weiterhin zum 1. April, und wer darauf reinfiel, wurde als Narr verspottet. Von Frankreich aus sollen sich die Scherze in andere europäische Länder verbreitet haben.

Möglicherweise begann der Brauch aber auch schon in antiker Zeit mit dem römischen Fest zu Ehren des Gottes Quirinus. Die sogenannte Quirinalia galt als Fest der Dummen und Narren. Im römischen Kalender fiel es zwar auf den 17. Februar, Kalenderreformen bewirkten aber möglicherweise seine Verschiebung auf den 1. April.

Allgemein ist es auf jeden Fall ein schöner Brauch, um das Leben auch mal nicht so ernst zu nehmen…

D. Gehenzig

 

Willkommen im Wonnemonat Mai

von Katja Wegerich

Spätestens im Monat Mai hat sich der Frühling endgültig durch das trübe Winterwetter gekämpft und erwartet uns nicht nur mit (hoffentlich!) schönem Wetter, sondern mit einer Vielzahl interessanter Bräuche.

In Deutschland wird der 1. Mai – besonders im Süden – traditionsgemäß mit einem bunt geschmückten Baum, meist einer jungen Birke, gefeiert. Aber Achtung: Wenn anstelle des Bäumchens ein Kirschbaum, eine schwarz geschmückte Tanne oder gar ein Reisigbesen aufgestellt wird, sollte die betroffene Dame ihr Verhalten überprüfen: Diese Maibäume gelten in vielen Regionen als deutlich sichtbare Rüge. Im Schaltjahr sind dann die Frauen an der Reihe, ihrem Liebsten einen Maibaum zu stellen. An die 55.000 Maibäume werden jedes Jahr in Deutschland aufgestellt, der höchste von ihnen steht wohl auf der Zugspitze. Im Bergischen Land wird kräftig geschmettert: Zum Pfingstsingen ziehen junge Männer oder Männergesangvereine von Haus zu Haus und überbringen den Pfingstgruß. Im Gegenzug erhalten sie dafür Eier, Speck, aber auch Geld. Im Norden, vor allem im Oldenburger und Osnabrücker Raum, werden Maitouren oder Maiwanderungen durchgeführt. Vor allem junge Menschen wandern durch die ländliche Region und haben ihre meist alkoholische „Wegzehrung“ direkt im Bollerwagen mit dabei.

Und wie feiern unsere Nachbarn den Frühlingsbeginn? Die Franzosen beispielsweise bevorzugen Wanderungen durch die Natur mit einem anschließenden Picknick oder einer Grillparty. In Italien geht es musikalisch zu: Jedes Jahr wird zum 1. Mai auf der Piazza San Giovanni in Rom ein großes Konzert veranstaltet, an dem sich tausende feierlustige Italiener einfinden.

In Tschechien ist der 1. Mai der Tag der Liebe: Viele Paare kommen nach Prag und legen Blumen an der Statue von Karel Hynek Mácha (ein bekannter Dichter der Romantik) nieder. Küssen Männer ihre Liebste anschließend unter einem Kirschbaum, verheißt das Glück und Gesundheit für die Zukunft.

Die Briten feiern den sogenannten „Garland Day“ mit dem traditionellen Morris-Tanz: Von Trommeln begleitet tanzen Männer und Frauen mit Stöcken und Tüchern durch die Straßen. Zum englischen Maifest gehören auch die Krönung einer Maikönigin und der Tanz um den „May Pole“, den Maibaum.

Die Finnen begrüßen die warme Jahreszeit mit dem traditionellen Vappu-Fest. Vor allem die Studierenden haben Helsinki am Vorabend des 1. Mais fest in der Hand und feiern kostümiert ausgiebig auf den Straßen. Dazu wird Sima getrunken, ein vergorener Saft mit Zitronen und Rosinen. Krapfen, Würstchen und Kartoffelsalat dürfen auch nicht fehlen.

Bild: ©johnnyb  / pixelio.de