O Tannenbaum...

Jedes Jahr schmücken viele Haushalte zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest ihr Heim mit Adventskränzen aus Tannenzweigen und stellen pünktlich zum Heiligabend den Weihnachtsbaum auf. Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich?

Weihnachtsbaum auf dem RömerbergSeinen Ursprung hat der Weihnachtsbaum im heidnischen Brauchtum. Nadelbäume galten als Lebenssymbol oder als Glücksbringer. Schon die Römer verschenkten geflochtene grüne Kränze zu besonderen Anlässen und im Mithras-Kult wurde mit dem Schmücken der Bäume der Sonnengott geehrt. Gerade zur Zeit der Wintersonnenwende gab es in vielen Kulturen Rituale, die zum Beispiel vor bösen Geist ern und Krankheiten schützen sollten. Das Aufhängen von Tannenzweigen gehörte mit dazu.

Im Christentum in der Zeit des Mittelalters verzierten die Menschen Haus und Hof mit den Zweigen von Tanne, Mistel und Wacholder. Sie sahen den Baum als Symbol für das ewige Leben und verbanden ihn mit dem Geburtstag von Jesus.

Im Elsass entstand im späten 16. Jahrhundert der Brauch, den Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten zu schmücken. Im 18. Jahrhundert kamen die Kerzen hinzu. Im 19. Jahrhundert schließlich wurde der geschmückte Weihnachtsbaum immer populärer, erst in den Städten, dann auch auf dem Lande.

Spätestens mit der beginnenden Loslösung des Bürgertums von religiösen Bräuchen im 19. Jahrhundert erlebte das Weihnachtsfest dann einen regelrechten Boom: für christliche und jüdische Familien wurde der Weihnachtsbaum zunehmend zum Ersatz für religiöse Inhalte. Zugleich wurde er zu einem Zeichen für die Assimilation der Juden, als Theodor Herzl, Wegbereiter für den Zionismus, in seiner Wohnung einen reich geschmückten Weihnachtsbaum aufstellte.

Allmählich wurde der Weihnachtsbaum zur festen Requisite in bürgerlichen Wohnzimmern. Bald gab es die ersten mundgeblasenen Glaskugeln. Es wurde Lametta entwickelt, um das Glitzern von Eiszapfen zu simulieren, und eine Zeit lang gab es auch Weihnachtsbaumständer, die sich auf einer Spieluhr drehten. Während diese Mode heute verschwunden ist, hat sich der klassische Weihnachtsschmuck bis heute erhalten. Auch sind die beliebtesten Farben noch immer Rot, Grün, Gold und Silber.

(Text: Frau Gehenzig, Bild: Thomas Wolf, www.foto-tw.de / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)


 
Alle Jahre wieder...

... lohnt sich auch ein Besuch der umliegenden Weihnachtsmärkte. Wir haben drei besonders schöne Ziele zusammengestellt.

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in Siegburg

Wer es mystisch mag, ist am Marktplatz von Siegburg bestens aufgehoben. Die historischen Baudenkmäler bieten vom 24.11. bis 22.12. den perfekten Rahmen für einen Weihnachtsmarkt der ganz anderen Art: Mehr als zehn Dutzend Handwerksleute, Musici und weit gereiste Händler unterhalten die Besucher mit authentischen Marktständen und handwerklich Gediegenem bis fein Exotischem.
Öffnungszeiten : Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 22 Uhr.
Mehr Informationen unter www.mittelalterlicher-markt-siegburg.de

Unikat-Weihnachtsmarkt auf Schloss Bensberg

In hochherrschaftlicher Umgebung richtet das Althoff Grandhotel Schloss Bensberg vom 14. bis 16. Dezember seinen beliebten Unikat Weihnachtsmarkt aus. In traumhafter Kulisse laden fast 90 individuelle und krea tive Hersteller aus der Region zum Staunen, Probieren und Kaufen ein. Traditionelle Weihnachtsklassiker sind ebenso mit dabei wie Trüffelspezialitäten, Keramikhandwerk oder hochwertige Kosmetik. Für die notwendige Stärkung sorgen warme Köstlichkeiten aus der Schlossküche und natürlich  Glühwein. Weihnachtliche Konzerte und ein tolles Programm für (Enkel)Kinder runden das Angebot ab.  
Öffnungszeiten :  14.12.  von 16 bis 21 Uhr,  15.12.  von 13  bis 21 Uhr und am  16.12.  von 11 bis 20 Uhr.  
Eintritt  9 Euro  inklusive Glühwein oder Kinderpunsch (Kinder bis 12 zahle n  keinen  Eintritt).  
Weitere  Infos  unter  http://www.schlossbensberg.com/

Weihnachtsromantik auf Burg Satzvey  

Mit viel Liebe zum Detail wird im Park der Burg die  Weihnachtsgeschichte nach mittelalterlichen Vorlagen  inszeniert. Ochse, Esel, Kamele und Schafe erwecken auch bei den Erwachsenen kindliche Vorfreude. Die Werkstatt  des Weihnachtsmannes darf ebenso wenig fehlen, wie der süße Duft nach Zimt, Gebäck und Glühwein.  
Öffnungszeiten:  An den vier Adventswochenenden jeweils  12-20 Uhr (samstags) und 12-19 Uhr (sonntags).  
Eintritt :  Erwachsene 8 Euro, Kinder (4-12) 4 Euro.
Weitere  (Ticket)Informationen unter  http://www.burgsatzvey.de

Text: Frau Wegerich