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Die Ringe von KölnQuelle: Wikipedia, Bearbeitung Barbara Cramer












Die Kölner Ringe sind ein für Boulevards typisches halbkreisförmiges zusammenhängendes Straßennetz rund um die Altstadt im linksrheinischen Köln, das sich am Verlauf der alten Kölner Stadtmauer orientiert und 7,5 km lang ist.

Die Ringe sind der innerste Straßenring um das alte linksrheinische Köln.

Nach langwierigen, seit 1860 andauernden Verhandlungen mit dem preußischen Fiskus diskutierte die Stadt am 22. November 1864 erstmals Vorschläge zu „Umbau und Ausdehnung der Festungswerke“, deren Wall 142 m bis 170 m breit ist. Der Rat der Stadt Köln beschloss am 26. Februar 1881, das Areal der Stadtmauer und das zugehörige Militärgelände zu erwerben.

Die Befestigungen behinderten die vorgesehene Stadterweiterung, so dass ein Abriss Freiraum für eine neue Bebauung schuf, denn innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer war die Stadt auf 405,45 ha begrenzt

Am 5. Mai 1881 wurde der Kaufvertrag zwischen der Stadt Köln und dem Kriegsministerium (Militärfiskus) durch Bestätigung des Reichskanzlers Otto von Bismarck rechtswirksam, durch den die Stadt das Areal von 122,5 Hektar für 11,74 Millionen Mark erwarb. Die Stadt Köln hatte damit den inneren Befestigungsring erworben und nachfolgend abgerissen. Damit konnte die 104 Hektar große Freifläche in Anlehnung an die Pariser Stadtplanung und die Wiener Ringstraße als Prachtboulevard angelegt werden.

Bereits zuvor waren bis Oktober 1880 im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbes 27 Entwürfe für die Bebauung dieser Freifläche eingegangen., Der erste Preis entfiel auf den „König Rhein“ der Aachener Architekten Karl Henrici und Josef Stübben. Für eine Stadterweiterung des geplanten Ausmaßes (523 ha) gab es damals in Deutschland keine Vorbilder. Noch im Februar 1881 wurde eine „Stadterweiterungs-Deputation“ gegründet, deren Mitglieder künftig für die Aufstellung eines Bebauungsplanes und seine Ausführung verantwortlich zeichneten. Stübben wurde am 15. Juni 1881 als Kölner Stadtbaumeister eingesetzt. Kernstück des in mehreren Planabschnitten vorgelegten und ausgeführten Bebauungsplanes war die Anlage der Ringstraße.

Die Gestaltung der Ringe war ein Großprojekt innerhalb der Stadtentwicklung in Köln. Das Baukonzept wurde in zehn Bauabschnitte untergliedert, wobei die einzelnen Straßenabschnitte jeweils an Plätzen mit ehemaligen Torburgen (Severinstorburg, Hahnentorburg, Eigelsteintorburg) endeten, von denen wichtige Ausfallstraßen (Bonner Straße, Aachener Straße und Neusser Straße) nach Süden, Westen und Norden ausgehen sollten.

Ringstraßen und Plätze (von Süd nach Nord)

Die Idee, die Straßen nach deutschen Fürstenhäusern zu benennen, stammte auch von Stübben. Die Ringe und die dazwischengeschalteten Plätze tragen - am südlichen Rheinufer beginnend - abschnittsweise aus der Deutschen Geschichte und der Stadtgeschichte entlehnte Namen, die die chronologische Reihenfolge der historischen Entwicklung des Deutschen Reiches symbolisieren. Die konsequente historische Abfolge der Ringstraßen-bezeichnungen legte die Stadtverordnetenversammlung in den Sitzungen vom 10. Mai 1883 und 20. Dezember 1883 fest.

Die Ringe haben eine Gesamtlänge von 7578 Metern Sie beginnen im Süden in Richtung Norden mit dem Ubierring (822 m), gefolgt von Karolingerring (239 m), Sachsenring (1714 m), Salierring (377 m), Hohenstaufenring (643 m), Habsburgerring (197 m), Hohenzollernring (687 m), Kaiser-Wilhelm-Ring (der breiteste Ring mit 114 Metern; 771 m), Hansaring (1063 m) und Theodor-Heuss-Ring (1065 m). Der Sachsenring ist der längste, der Habsburgerring bildet die kleinste Teilstrecke der Ringe.

Ubierring

Der Ubierring beginnt am Rhein und endet am Clodwigplatz. Er erhielt seinen Namen am 10. Mai 1883. Er erinnert an das Volk der Ubier, die hier in Köln ein Oppidum gründeten, die Vorgängersiedlung der dann römischen Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Auch die Nebenstraßen tragen hier Namen aus der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen.

Chlodwigplatz

Der Chlodwigplatz wurde am 20. Dezember 1883 nach Chlodwig I., dem ersten auch für Köln bezeugten Merowinger benannt

Karolingerring

Ab Chlodwigplatz führt der Karolingerring, der am 10. Mai 1883 nach dem fränkischen Herrschergeschlecht der Karolinger benannt wurde, bis zur Brunostraße. An der Brunostraße verbreitert sich der Ring hin zum Sachsenring.

Sachsenring

Am 10. Mai 1883 nach den Sachsenkaisern benannt, führt der Sachsenring bis zur Straße Am Trutzenberg. Hier stehen außer der Ulrepforte noch ein Stück Stadtmauer mit Turm, die beide von den Kölner Karnevalsvereinen Rote- und Blaue Funken genutzt werden.

Otto II. war verheiratet mit Theophanu, einer byzantinischen Prinzessin. Sie ist in in St. Pantaleon begraben.

Nach dem Aussterben der Dynastie ging die Königswürde an die Salier über.

Salierring

Der am 10. Mai 1883 benannte Salierring führt bis zum Barbarossaplatz. Der bekannteste Salier war Heinrich IV..

Der Barbarossaplatz erhielt seinen Namen am 10. Mai 1883 nach dem Stauferkaiser Friedrich I., genannt Barbarossa.

Hohenstaufenring

Der am 25. Mai 1882 benannte Hohenstaufenring verläuft über den kleinen Zülpicher Platz bis zur Schaafenstraße, an deren Ende sich bis zum Jahr 1882 das Schaafentor befand.

Die Staufer, auch Hohenstaufer genannt, waren ein Adelsgeschlecht, das vom 11. bis zum 13. Jahrhundert mehrere schwäbische Herzöge und römisch-deutsche Könige und Kaiser hervorbrachte.

Einer der bedeutendsten Herrscher aus diesem Adelsgeschlecht war Friedrich I., gen. Barbarossa.

Habsburgerring

Wie die meisten Teilstücke der Ringstrecke erhielt der Habsburgerring seinen Namen am 10. Mai 1883. Der Habsburgerring, das kürzeste Teilstück, führt bis zum Rudolfplatz.

Die Habsburger sind eine europäische Dynastie, deren Name sich von ihrer Stammburg Habsburg im heutigen Schweizer Kanton Aargau herleitet.

Rudolf I. war als Rudolf IV. ab etwa 1240 Graf von Habsburg und von 1273 bis 1291 der erste römisch-deutsche König aus dem Geschlecht der Habsburger.

Hohenzollernring

Die Hohenzollern sind das Geschlecht, das die letzten deutschen Kaiser im Bismarckreich stellte. Der am 4. Mai 1882 benannte Hohenzollernring geht vom Rudolfplatz und der Aachener Straße über den Friesenplatz bis zur Bismarckstraße.

Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 Herzog zu Lauenburg war Ministerpräsident von Preußen, von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes sowie von 1871 bis 1890 erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte

Alle Erklärungen der Straßennamen Friesenplatz, Friesenstraße, Friesengasse und Friesenwall gehen davon aus, dass insbesondere die friesischen Tuch- und Fischhändler im Früh- und Hochmittelalter einen hohen Anteil am Fernhandel mit Köln besaßen.

Der am 25. Mai 1882 benannte Friesenplatz öffnet sich nördlich des Hohenzollernrings und stellt die Verbindung zur Venloer Straße und Belgischem Viertel her.

Kaiser-Wilhelm-Ring

Der Kaiser-Wilhelm-Ring wurde am 4. Mai 1882 nach Wilhelm I. benannt, dem ersten Deutschen Kaiser nach der Bismarckschen Reichseinigung

Ein Teilstück des Kaiser-Wilhelm-Rings ist platzartig verbreitert und mit Bäumen und Brunnenanlagen ausgestattet. und mit 114 Metern die breiteste Straße Deutschlands

Hansaring

Der am 4. Mai 1882 benannte Hansaring führt bis zum Ebertplatz. Er trägt mit seiner Länge auch der Bedeutung Kölns als Hansestadt Rechnung.

Der Hansaplatz ist eine Grünanlage an der südöstlichen Seite des Hansaringes, die durch einen 113 Meter langen Rest der mittelalterlichen Stadtmauer mit der Gereonsmühle begrenzt wird.

Ebertplatz

Der im März 1950 nach dem ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert benannte Platz

Theodor-Heuss-Ring

Der am 18. Dezember 1963 nach dem ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss benannte letzte Ringteil (früher Deutscher Ring) endet am Rhein gegenüber der Bastei.